Das gute Leben – das heißt für mich Bewegung

Heute morgen auf dem Radl: Der Weg zur Arbeit wie einer in den Urlaub. Wenn Linden blühen und ich durch die Duftwolke radle, weiß ich, was mir gefällt. Und warum ich gerne arbeite.

Als PR-Beraterin in Wien fuhr ich oft mit dem Auto vom 16. in den 19. Bezirk. Irgendwo auf der Billrothstraße öffnet sich der Blick zu den Höhenrücken des Wienerwalds. Man siehr Kahlenberg und Leopoldsberg, manchmal jungfräulich leuchtend, von der Morgensonne bestrahlt.

laufeninderfruh

In diesen Tagen erlebe ich Ähnliches, beim morgendlichen Lauf mit einer Freundin oder radelnd in die Arbeit.Solche Sonnenstrahlen inspirieren mich. Genauso wie Erinnerungen an vergangene Zeiten. „Welche Songs magst Du am meisten?“, lautet eine der Fragen in einem Jungmädchen-Psychotest. Meine Tochter und ich haben beide die Antwortmöglichkeit „… hauptsache sie wecken ein positives Gefühl“ gewählt. Ganz ähnlich wirken meiner Erinnerungen, z.B. angesichts der Fotos von Matthias Cremer von einer Jelinek-Lesung im Innenhof der Hauptuni Wien.

fbuniwienInspirierend wirken auch kleine Treats für einen selbst: Diese nagelneue suunto ambit3 sport wird in Zukunft über meine Aktivitäten Buch führen. Noch bin ich grade erst dabei, alle Möglichkeiten auszuloten.Suuntoneu

Neues Jahr – neue Gewohnheiten

Dieser Blogpost muss sein – denn die Veränderungen sind spürbar: Ich jedenfalls bin nicht mehr dieselbe.

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Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich mit der Jahreszahl „zwanzigvierzehn“ angefreundet habe – der Zeitpunkt dieses Blogposts spricht ja für sich. Jetzt aber hat es klick gemacht. Wörtlich gemeint. Ich hab einen kleinen Anstoß gebraucht: Anfang Jänner war ich beim Begräbnis eines Jugendfreundes, ein Jahr jünger als die meisten meiner Schulkolleginnen und ich. Ganz plötzlich an einem Herzinfarkt verstorben, nach einem Kinobesuch. Zu Hause, als er eine Treppe raufsteigen wollte.

Beim Begräbnis ist mir ganz, ganz vieles durch den Kopf gegangen. Ich traf Jugendfreundinnen und -freunde, die ich schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte. Und wir fühlten uns alle miteinander vertraut. Bedauerten, dass wir uns so lange nicht gesehen hatte, nichts voneinander wußten, gaben kurze Updates – und hatten das Gefühl, uns jetzt nicht wieder aus den Augen verlieren zu wollen. Nach dem Austausch von Telefonnummern und Mails musste ich leider schnell wieder ins Büro zu einer Besprechung. Wir haben jetzt aber eine Kontaktliste und werden uns treffen…

Am Abend dieses Tages habe ich seit sehr, sehr langer Zeit wieder Musik aus der Zeit damals aufgelegt – bin in Gedanken und Erinnerungen versunken – weniger sentimental, als sich das hier liest: 2014 kann kommen und gut sein!

Unter anderem auch deshalb, weil meine Schulkolleginnen und ich nicht nur die Idee hatten, zusammen einen runden Geburtstag zu feiern, weil wir nicht nur davon redeten – sondern weil wir’s auch umsetzen – und schon lange wissen, welches Wellness-Resort wir rocken werden…

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Ich esse vegan/vegetarisch (flexibel in dieser Angelegenheit) und betreibe jeden Tag Sport (auch etwas flexibel gesehen).

Zu Weihnachten war es soweit: Ich wusste einfach, dass das Beef Tartar, das ich aus geliebter Gewohnheit für meine Lieben zubereitete, mein letztes sein würde. Es schmeckte mir schon lange nicht mehr so gut wie früher – und das lag nicht an anderen Zutaten oder weniger klein geschnittenen Gurkerln. Es schmeckte mir nicht, weil ich mich nach dem Genuss von mehr oder weniger großen Portionen nicht gut fühlte. Es stellte sich das Wohlgefühl nicht ein, das ich in Erinnerung an frühere Gelegenheiten erlebte.

Eigentlich passierte das Gleiche wie beim Rauchen Aufhören: Ich mochte das Rauchen an sich bis zuletzt. Aber nach jeder Zigarette war mir unwohl. Und das prägte sich mir nach was weiß ich wie vielen Wiederholungen endlich ein. Das hatte ich nicht notwendig.

„Keine Kompromisse mit sich selbst.“ Dieser Leitsatz sprang mich zur Jahreswende aus den Bestseller-Kochbüchern von Attila Hildmann an. In der Hinsicht hat er definitiv recht. Seine Begeisterung für Nussmuse hat mich außerdem zu einem neuen Ess- und Kochstil geführt. Seit Jahresbeginn durchkämme ich vegane Supermärkte (maran vegan in Wien ist einer davon) und die Blogs überzeugter Veganer (vegan in Graz – auch sowas gibt es Gott sei Dank, bevegt – vegan leben und laufen aus D ist ein anderer meiner Lieblingsblogs). Dabei lerne ich ständig dazu. Nachhaltigstes Lernerlebnis bisher: Ich koche nur frisch. Convinience food kommt mir nicht auf den Teller. Diese Entscheidung bedeutet einen Zugewinn an Lebensqualität, den ich gar nicht in Worte fassen kann.

Genauso wie der Sport natürlich. Vier Tage in der Woche laufen, wie es der Trainingsplan meiner Wahl vorgibt – das geht sich zwar nicht aus. Aber zwei- dreimal schaffe ich es. Und spüre Veränderungen, die mir gefallen. Außerdem habe ich nach mehr als einem Monat Pause das Training bei Kieser wieder aufgenommen. Auch das tut mir naturgemäß gut.

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Das Motto von 2014 für mich lautet: Reisen.

Endlich konzentriere ich alles Geld, das mir übrig bleibt, darauf, zusammen mit meiner Tochter raus aus Graz zu fahren oder zu fliegen und genause gern auch wieder heim zu kommen. Meine Reiselust ist zurück! Darüber werde ich hier im Laufe dieses Jahres ganz sicher mehr schreiben. Hamburg, Istanbul und New York stehen sicher auf dem Programm. Mehr kann es auch werden. Auch in österreich. also geografisch näher gelgen, gibt es wunderschöne Gegenden, die erlebt werden wollen.