„We are immune to advertising. …“

This week is mine in the first FH JOANNEUM MOOC ever, #cope14 – and I am thrilled by all the conversations going on. As a first reaction I am going to linger on a topic I litterally stumbled across quite a few times in a few days: thesis 74 in the cluetrain manifesto of 1999 states the end of advertising – 15 years later things things turned out quite reversely… and we are taken that as a matter of course.

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Volksschulen sind viel besser als ihr Ruf

Kürzlich hat mich ein Artikel im Datum geärgert, weil er in das allgemeine Schulsystembashing einstimmt und solcher Art Kritik auf die Volksschule ausdehnt, die eben auch gleich reformiert gehöre. Ich habe gute Erfahrungen mit österreichischen Volksschulen, weil die mir bekannten Lehrerinnen und Lehrer dort SEHR engagiert agieren. Deshalb möchte ich eine Replik publizieren: Frau Ganter hat allen Grund zum Bleiben! Denn es sind die Menschen, die handeln, nicht das System.

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A (first) short glimpse at threshold concepts

Der ZML-Leseclub ist eine ständige Inspiration für’s Weiterdenken.

Vergangene Woche beschäftigten wir uns zum ersten Mal mit „Threshold Concepts and Transformational Learning“ (dank einer Empfehlung von Roy Williams über Jenny Mackness an Jutta Pauschenwein). Mein Eindruck beim Reinlesen ins Buch: Schon etwas Neues kann die Qualität von Schwellen = Thresholds haben. Bei unserem Meeting war ich deshalb anfangs noch sehr skeptisch – und am Ende erleichtert, dass wir zu viert drüber diskutiert hatten. Mein Bild wurde sehr viel klarer und Threshold Concepts stellen sich mir jetzt als eine sehr brauchbares Werkzeug für Lernen (und Lehren), die Entwicklung ermöglichen, dar. Eine Grafik aus dem Buch verdeutlicht das Konzept sehr gut:

Microsoft Word - LandMeyerBailie.doc

Hier ein paar erste, praxisorientierte Überlegungen dazu:

Schwellen übersteigen

Verschiedene Sprachen lernen – sich in zwei Idiomen ausdrücken können – und dabei immer wissen, hautnah erfahren, spüren, dass Übersetzungen, also die 1:1 Übertragung von einer Sprache in die andere nicht funktionieren, jedenfalls weit davon entfernt von 100% funktionieren sind – bedeutet: sich permanent (oder wenigstens lange dauernd und immer wieder) in dem „liminal space“ zu befinden.

Schwellen inszenieren

Wenn ich überzeugt bin, dass Schwellen und die Auseinandersetzung mit dem „liminal space“ für das Lernen förderlich sind, dann bringe ich immer und immer wieder überraschende, auf den ersten Blick zusammenhanglose Aktivitäten (Lesestoff, Übungen, Gruppenarbeiten, …) in den Unterricht und thematisiere den Zusammenhang mit dem Thema, am besten in Diskussionen mit Studierenden.

Gerade unlängst gut gelungen ist mir das mit dem Thema Corporate Publishing (CP): Man könnte ganz klassisch und themenzentriert darauf einsteigen, indem man den größten Event im deutschsprachigen Raum dazu featured (die Preisverleihung für best of corporate publishing, jährlich veranstaltet) – ich fand es besser wirklich auf die Sache, nicht einen Veranstalter hinzuweisen und bin mit den Videos vom Science Slam Graz eingestiegen: Die Slamer dort bringen ihr Thema auf den Punkt, sie präsentieren es unterhaltsam und für ein Laienpublikum außerhalb ihrer Fachcommunity. Das ist CP auf einen kurzen Punkt gebracht.

Dewey endlich lesen

John Dewey kommt mir in den vergangenen Monaten immer wieder unter: zuerst bei MOOCs, dann hier bei den Threshold Concepts (gleich in der Einleitung und Einladung zur fünften internationalen Konferenz über Threshold Concepts). Ich sollte diesen Pionier der Pädagogik (jedenfalls einer amerikanischen Linie) endlich lesen. Seine Biographie, in die ich schon mal geschaut habe, macht ja neugierig und lässt vermuten, dass er mit Brüchen (so was ähnliches wie Schwellen) kreativ und inspirativ umgegangen ist.