Dazwischen: ein Anfang

Über ein Jahr Pause auf diesem Blog. Aber jetzt gibt es gleich ein paar Gründe, warum ich wieder anfange zu schreiben.

Ich bin über fünfzig, zu dick und manchmal fühle ich mich alt. Mein Körper hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Das passierte still und ohne Aufwand. Eigentlich fiel es mir gar nicht auf. Im Prinzip machte ich weiter wie bisher. Ein bisschen mehr Sport, aktiver als vorher, leider aber noch immer regelmäßig unregelmäßig. Ich liege lieber auf der Couch und lese ein Buch, als laufen zu gehen. Wenn ich etwas aktiv betreibe, dann Kontemplation. Ich bin gerne. Und das reicht mir.

In dem vergangenen Jahr der Blogpause passierte trotzdem viel – und damit noch mehr passiert, werde ich wieder anfangen zu schreiben. Ein Tagebuch. So öffentlich, wie es mir möglich ist.

Das erste Thema dreht sich um den alternden weiblichen Körper: Ich möchte herausfinden, warum ich trotz eines aktiven Lebenstils nicht an Gewicht verliere. Wenn ich früher, vor einigen Jahren, so viel Sport gemacht hätte wie jetzt, wären die Kilos gepurzelt. Davon bin ich überzeugt. Jetzt allerdings braucht es besondere Anstrengungen.

Darum werde ich meinen Trainingsprozess hier dokumentieren.

Das bin ich im Juli 2017. Normalerweise zeige ich keine Fotos von mir her, ja, ich vermeide es, solche Fotos von mir machen zu lassen. An diesem Tag, in diesem Urlaub war das anders. Denn ich fühlte mich aktiv. Ich nahm an einem Laufevent teil. Ich radelte zum Schwimmen im nahen See. Und wir verbrachten einen Tag wandernd auf der Alm. Ein aktives, verlängertes Wochenende und ein Kurzurlaub vom Feinsten. Diese Fotos zeigen mich, wie ich bin. Aktiv, aber zu dick.

Ich will morgen schneller laufen als heute. Ich will weniger Kilos schleppen, wenn ich mich bewege. Ich will mehr Muskeln als Fett. Seit acht Monaten arbeite ich daran, aber das Resultat ist nicht sichtbar. Freundinnen bescheinigen mir, dass ich eine gute Kondition habe. Mit einem Blick auf diese Fotos verstehe ich, dass sie das bewundernd aussprechen. Es ist eher überraschend, mit dieser Figur eine gute Kondition zu haben. Ich sehe nicht aus wie jemand, die läuft. Ich sehe aus wie ein Couchpotato.

Und damit wird in absehbarer Zeit Schluss sein. Ich werde meinen Trainingsprozess hier begleiten und reflektieren. Ich werde Studien über die Verlangsamung des Stoffwechsels im Alter lesen und mit Expertinnen und Experten sowie mit Betroffenen sprechen. Ich will, dass es sich für mich lohnt, Premiummitglied bei Runtastic zu sein. Auf deren (meiner Meinung nach sehr gut gemachten) Blog finden sich viele Tipps, die tatsächlich helfen. Die meisten handeln über, beschreiben und zeigen auf den Fotos allerdings junge Menschen, maximal in ihren Dreißigern. Menschen in meinem Alter kommen dort nicht vor. Schon gar nicht Frauen in meinem Alter. Das ist ein Mangel. Denn gerade Frauen um die fünfzig spüren den Druck, sich und ihrem Körper etwas Gutes zu tun. Gerade in diesem Alter ist Veränderung angesagt. Das sage ich jetzt mal so. Beweise und Argumente werden folgen.

Soviel zu Thema Nr. 1.

Jetzt noch eine „frase batida“, an overused phrase, nämlich Sergio Godinho mit O primeiro dia:

Das lässt sich natürlich auch auf deutsch grandios ausdrücken: