Mit Sprache spielen…

… das gelingt Paul Krisai hier in dem fttr-Artikel, in dem er beschreibt, wozu ihn und die fttr-Redaktion ein Poetry-Slam Beitrag von Yannick Steinkellner inspiriert hat.

Ich habe den Verdacht, dass das auch etwas mit interkultureller Kommunikation zu tun haben könnte. Jedenfalls in meiner Rezeption ist das so. Denn es heißt:

Entstanden ist ein Stadtplan der gefühlten Wahrheit, 〈…〉: In Actionberg geht’s ab, in Ghosting ist nix los; im Brooklend trinken die Hipster im Kunsthauscafé ihren Spiced Chai mit Sojamilch; wahre Gangster hängen ab in Gries Oida!; Leave-here-now ist die zarteste Versuchung, seit es Autobahnauffahrten gibt; den Central Transfer Point haben uns die GVB ins Hirn gebrannt; Ries ist wie Bel Air: reich und hügelig; The Ritz wie das Hotel: edel und teuer; den Nachtschwärmern heilig ist St. Uni4tel; in Altendorf übertrifft das Pro-Kopf-Einkommen nur noch der Altersschnitt; in Point-A-Gun ist man am besten mit einer blauen Bierdose bewaffnet; Mariaprost hat die meisten Buschenschanken und in Ete Peteter mäht man mit der Nagelschere den Rasen.

Da spielt man mit Stereotypen und gelernten Vorurteilen internationaler Kommunikation.

Die Einladung darunter, „eine Karte wie diese“, die “ immer ein Annäherungsversuch“ sei, auf fb oder per mail zu kommentieren, nehme ich als gutes und amüsantes Beispiel, Wissen im Austausch mit anderen Menschen entstehen zu lassen. Das Thema passt dafür. Die Umsetzung ist professionell. Wenn ich an Ikujiro Nonaka und Knowledge-Based Management in Organisationen denke, lassen sich manche Themen vielleicht ähnlich entwickeln: mit Witz und einem guten Schuss Professionalität in der Umsetzung: Fokus auf die Bildsprache und die Usabiity. Unter Einbeziehung möglichst vieler.

Tja, die Plattformen müssten halt auch organisationsweit zur Verfügung stehen – und Leute genügend Zeit haben, sich darum zu kümmern.

Graz_Poster

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